Floorball: Brutale Last-Minute-Niederlage gegen Wernigerode

Safak Temel (Foto: Ch. Döge)

Die SSF Dragons Bonn haben in der Floorball Bundesliga gegen die Red Devils Wernigerode eine knappe und bittere 6:7-Heimniederlage hinnehmen müssen. Der Traum von den Playoffs droht damit zu platzen.

Dem ein oder anderen Bonner fiel es nach der Schlusssirene schwer, seine Enttäuschung zu verbergen. Am Karnevalssamstag machten die Dragons ein gutes Spiel, führten mehrfach, standen am Ende aber ohne Kamelle da: Die drei Punkte nahm Wernigerode mit in den Harz.

Die Bonner erwischten in der eigenen Halle den besseren Start, führten früh durch Tore von Safak Temel und Florian Weißkirchen. Die etwas unkonzentrierte Bonner Abwehr aber spielte mit dem Feuer – und verbrannte sich. Nach zwei Fehlern stand es 2:2, bevor Temel vor der Pause die Führung wiederherstellte.

Im zweiten Drittel konnten die Dragons ihre gute Leistung aus dem ersten Durchgang nicht so richtig bestätigen, früh fiel der Ausgleich zum 3:3, die erneute Führung durch Weißkirchen wurde ebenfalls wieder egalisiert. Im Schlussabschnitt nahm die Partie richtig Fahrt auf, doch die Leistungskurve der Bonner zeigte nach der starken Eröffnung weiter nach unten, während Wernigerode immer selbstbewusster wurde. So gingen die Gäste kurz nach Beginn zum ersten Mal in Führung und parierten auch den zwischenzeitlichen Ausgleich durch den überragenden Temel direkt. Der junge Bonner wurde immer wieder hart von den gegnerischen Verteidigern angegangen, blieb jedoch unbeeindruckt und kam am Ende des Tages auf drei Tore. Topscorer Florian Weißkirchen hatte gegen die aggressive Red-Devils-Abwehr einen schweren Stand, doch auch er zeigte trotz einigen unglücklichen Aktionen immer wieder seine Klasse. So auch beim Stand von 5:6: Sein Querpass leitete den Ausgleich durch Niklas Berens ein.

Das Unentschieden hielt bis kurz vor Schluss, beide Teams kamen in der Angst, Fehler zu machen, nur noch vereinzelt zu Torchancen. in der 59. Spielminute gab es aber noch eine gute Möglichkeit für Wernigerode: Import-Schwede Philip Andersson kam aus dem hohen Slot zum Schuss und versenkte ihn zum 7:6.

Nicht nur wegen der späten Niederlage war es für Bonn ein durch und durch miserabler Spieltag: Die direkten Konkurrenten Kaufering und Hamburg punkteten fast schon sensationell bei den Topteams Weißenfels und Chemnitz. Dadurch verschlechterten sich die Dragons auf den vorletzten Tabellenplatz, allerdings haben sie auch noch ein Spiel weniger auf dem Konto. Verloren ist trotz des unglücklichen Karnevalwochenendes noch nichts: Nächste Woche kann beim direkten Duell gegen Hamburg die Aufholjagd ihren Anfang nehmen.

Johan Gallwitz

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