Floorballherren: Zähne zeigen gegen Hamburg - „Letzte Möglichkeit“

Goalie David Vent und Lukas Lüke (Foto: L. Lüke)

Wer hat mehr Biss – diese Frage stellt sich am Samstag (18 Uhr), wenn die Dragons Bonn in der Floorball-Bundesliga die Piranhhas aus Hamburg zum Tanz bitten.

Der Piranhha-Schwarm aus Hamburg war zuletzt wie im Rausch: Gegen den Tabellendritten Chemnitz schnappte sich der ETV einen 7:5-Sieg und setzte sich so auf dem sechsten und damit letzten Playoff-Platz fest. Schlecht für die Bonner – die hatten nicht nur im Spiel gegen Wernigerode das Nachsehen, der Rückstand auf Hamburg beträgt nach deren Überraschung sechs Punkte.

Die Stimmung bei Torhüter David Vent ist nach dem unglücklichen Wochenende gemäßigt: „Hamburg war für mich von Anfang an eine klarer Playoff-Kandidat. Dass wir jetzt an ihnen vorbei müssen, um in die Playoffs zu kommen, ist für uns sehr ungünstig“. Trotzdem überwiegt bei den Dragons der Tatendrang: „Wir können uns eine hervorragende Ausgangslage in den nächsten Spielen verschaffen“, so Vent. Wie wichtig ein Sieg gegen Hamburg ist, weiß auch der Keeper der Bonner: „Nur über Hamburg können wir die Playoffs erreichen, wir haben eine kleine Chance, die sollten wir gemeinsam nutzen. Das Spiel ist unsere letzte Möglichkeit.“

Übermächtig ist der Gegner aber keinesfalls. Der Sieg der Hamburger am letzten Spieltag war zwar ein Ausrufezeichen, doch er kann die Fragezeichen der Spieltage davor nicht übertönen. Die Piranhhas holten aus den letzten acht Spielen lediglich zwei Siege, gegen Chemnitz und Berlin. Bemerkenswert ist in dieser Saison die Wechselhaftigkeit der Hamburger – der ETV gewinnt zwar einerseits gegen Chemnitz und den amtierenden Meister Leipzig, verliert aber in Kaufering und Berlin. Es scheint, als hätten die Hamburger ein extrem hohes Maximalniveau, das sie aber nicht immer abrufen können.

Hoffnung macht den Bonnern auch das Hinspiel: In einer umkämpften Partie rangen die Dragons Hamburg nieder und gewannen auswärts nach Verlängerung mit 7:6. Immer wieder geriet Bonn in Rückstand, immer wieder kämpfte Bonn sich wieder ins Spiel. Am Ende versenkte Safak Temel einen Abpraller zum Sieg. Diesen Kampfgeist müssen die Dragons auch im Rückspiel zeigen, denn bissig wird es am Samstag gegen die Piranhhas sicherlich wieder zugehen.

Johan Gallwitz

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