Volleyball: Bonn siegt mit ordentlich Sand im Getriebe

Foto: M. Dombrowski
Vorher durchaus erwartet, kam es für die erste Herrnmannschaft in der Volleyballoberliga tatsächlich wieder zu einem 5-Satz-Krimi in der Wuppermetropole.

Einerseits lag das an den gut spielenden und sehr motiviert auftretenden Hausherren, die mehrfach vom Schiedsrichtergespann aufgefordert wurden, ihre Emotionen zu bremsen. Andererseits kam für Bayer Wuppertal hinzu, dass das Parade-Element im Bonner Spiel, die Flügelzange über Außen nicht in die Begegnung fand.

Maron kam mit dem Untergrund in der Bayerhalle nicht zurecht und fühlte sich nach eigenen Worten „wie ein Elch auf Glatteis“. Zur Überraschung aller zeigte auch Punktelieferant Kleinewalter ungewohnte Schwächen. Wechseloptionen gab es auf Außen keine. Zuspieler Selmoser war viel damit beschäftigt, der wackeligen Annahme nachzulaufen, und konnte nur selten sein gefürchtetes schnelles Passspiel aufziehen. Weiteres Manko waren zahlreiche Fehler im Aufschlag.

Im Tiebreak spielten beide Teams auf einem hohen Niveau. Dass Bonn sich am Ende durchsetzen konnte, lag an der Nervenstärke, die man in dieser Saison bereits mehrfach erleben konnte. In der Schlussphase glänzte vor allem Enzensperger, der sich unter Druck in der Mitte kompromisslos durchsetzte.

Martin Dombrowski

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